Gendern und Invers-Gendern
Grammatisch maskuline Personenbezeichnungen wie Kunden sind traditionell
mehrdeutig. Sie können für Männer stehen oder generisch für alle Geschlechter.
Beim Gendern wird die Mehrdeutigkeit beseitigt durch die Festlegung, Kunden
seien stets nur Männer, und es werden neue Bezeichnungen für Alle eingeführt
(in Form von Beidnennung, Gendersternchen und ähnliches, oder Partizip).
Invers-Gendern macht es umgekehrt: Die Mehrdeutigkeit wird beseitigt durch
die Festlegung, Kunden seien stets Alle (Männer, Frauen, Nonbinäre), und es
wird eine neue Bezeichnung für nur Männer eingeführt. Das geschieht durch
eine eigene Endung für Männer, analog zur Endung -in für Frauen.
Konkret schlagen wir für Männer die Endung -on mit Plural -onnen vor.
Alternativ sähen wir für Männer auch -an mit Plural -annen als gute Wahl.
Kundinnen sind Frauen, Kundonnen sind Männer, Kunden sind Alle.
Damit ist volle Symmetrie zwischen Frauen und Männern erreicht.
Die bisher mit Kunde und Kunden verbundene männliche Vorstellung
wird durch die Existenz von Kundon und Kundonnen bald verblassen.
Für Nonbinäre kann es eine eigene Endung geben, etwa -ix mit Plural -issen.
Da Gruppen von Menschen meist gemischt sind, wird man die Pluralformen
Kundinnen, Kundonnen, Kundissen nur selten benötigen. Neutraler Plural
und häufig ist die kurze Grundform Kunden, ganz anders als beim Gendern.
Im Singular wird man Kundin, Kundon, Kundix verwenden, sobald das
Geschlecht der Person bekannt ist, und bis dahin die Grundform Kunde.
Der neutrale Artikel im Singular
Für das neutrale Grundwort Kunde kann man den Artikel der beibehalten.
Eine Ersetzung durch das oder etwas neues halten wir nicht für notwendig,
wollen es aber auch nicht ausschließen. Man hat ja umgekehrt auch kein
Problem damit, dass es die Person oder die Koryphäe heisst.
Für Nonbinäre schlagen wir im Singular den Artikel die vor: die Kundix.
Das wäre ein gewisser Ausgleich für die Tatsache, dass die meisten neutralen
Personenbezeichnungen den Artikel der haben. Ausserdem wird vermutlich
den Nonbinären diese Gemeinsamkeit mit den Frauen ganz recht sein.
Links
Ein alter Beitrag der Satireseite Der Postillon
https://www.der-postillon.com/2017/11/gleichberechtigung-er.html
Eigene Forenbeiträge
https://www.linguisten.de/Thread-Eine-neue-Form-des-Genderns
https://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4346473#p4346473
https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=37170
Facebook-Seite Invers-Gendern
https://www.facebook.com/profile.php?id=100086902844567
Thomas Balbach plädiert ebenfalls für eine männliche Endung -on
https://de.linkedin.com/pulse/gendern-f%C3%BCr-bayern-thomas-balbach-jhk4e
Auch Max Neumann plädiert für ein männliches Suffix -on
https://dasfotobus.wordpress.com/2022/07/08/gendersonderzeichen-substantivierte-partizipien-und-autismus/
Christian Melsa schlägt für Männer die Endung -an vor
und nennt es Gleichgestellte Movierung
http://gendern-aendern.de/darum/
https://gendern-zwei-null.de
Ingo Lantschner plädiert für die Endung -(r)ich
https://gendern20.de
Anka Luethe plädiert für die Endung -un
und nennt es Basisneutrales Gendern
https://gendern2-0-basisneutral.de
Petition auf change.org
Unterzeichnen Sie die Petition auf change.org
Einführung einer männlichen Endung -on in der der deutschen Sprache
Andere Endungs-Vorschläge (er/an/un/ich) sind eingeschlossen.
Die Petition richtet sich an Journalisten und Publizisten.
https://chng.it/mRHPVmrYp9